Mndsgn steht für Mind Design. Und das ist es, was er auf Body Wash tut. Er designt das Mind des Hörers ganz neu, ganz bunt, ganz psychedelisch.

Das Album umgibt eine Hintergundgeschichte, die sehr treffende Erwartungen setzt: Einem Obdachlosen wird von einer mysteriösen Frau Schutz geboten, die ihm eine besondere Duschlotion gibt, mit der er baden soll. Sobald er dann in dem unbekannten Gewässer versinkt, findet er sich in einer völlig anderen Dimension wieder.

Mndsgn macht sich sehr viele Gedanken. Er kanalisiert sie durch 80’s Funk/Soul/Fusion, gepaart mit 90’s R’n’B und verzerrten Stimmen. Kurzum: Er macht Weltraummusik. Seine Weltraummusik verwandelt ein Wohnzimmer in das gesamte Universum und den Sessel in ein Raumschiff, angetrieben durch den Plattenspieler, auf dem im Schneidersitz Ringgo Ancheta (so heißt er bürgerlich) sitzt und vor sich hin philosophiert und meditiert.

Body Wash ist die Art von Musik, bei der Menschen brutal ermordet werden, weil sie die CD durch eine Big Bang Theory-Staffel ersetzt haben. Wer einmal auf Play gedrückt hat, der ist in diesem Film gefangen, ist in einer Parallelwelt voller Frieden und Liebe, der möchte da so schnell nicht wieder heraus, schon gar nicht so abrupt, schon gar nicht ohne Vorwarnung. Und wenn die Soul-Platte langsam immer mehr zu einem zu einem Psychedelic-Beat-Tape wird, kommt schnell das Verlangen auf, darüber über viele schöne Dinge zu freestylen, man avanciert zu einem rappenden Hippi, zumindest solange, bis das letzte Lied zuende ist, denn dann ist man auf einmal wieder in der Realität, sieht Schornsteine durch die Fenster und riecht die Abgase und den spiritusgetränkten Grill der Nachbarn. Also wird die Nadel wieder zurück zum Anfang der Platte geführt. Let’s get redirected to the land of music. Auch wenn es eher ein eigenes Universum ist.