Dinge die wir auf dem Kosmonaut Festival gelernt haben

Am Wochenende vom 24.06. bis 26.06. trieben wir uns in Chemnitz, genauer gesagt am Stausee Rabenstein auf dem Kosmonaut Festival der Band Kraftklub rum. Für uns, meine Lieblingsfrau und mich war es das allererste Festival, bei dem wir auch mal gecampt haben.

Unsere bisherigen Festivals waren allesamt Tagesevents oder locker easy mit dem Auto zu erreichen. Nach einer ziemlich stressigen Vorbereitungszeit mit Zelt kaufen, Camping Equipment besorgen usw. ging es für uns dann Freitagmorgen des 24. Junis los in Richtung Festival nach Chemnitz.

Unterwegs gabelten wir noch einen Mitfahrer auf, der uns bis Bamberg begleitet hat (Grüße an dich – Victor aus Mexiko) ehe wir dann in Bamberg unsere weiteren Mitfahrer aufgegabelt haben, die uns bis zum Festival und auch wieder zurück begleiten wollten. Die anfänglichen Bedenken, ob ein Festivalbesuch zu zweit nicht langweilig wird waren bald verschwunden, als wir uns mit den Mitfahrer so gut verstanden und beschlossen haben für die nächsten zwei Nächte gemeinsam auf dem Platz zu campen. So war es dann am Ende ein bunt gemischter Haufen aus vier einzelnen Gruppen, neun Leuten, fünf Zelten und einem Pavillon. An dieser Stelle auch ein paar Grüße an das Camp – es war klasse mit euch Leute!

Am ersten Festivaltag, der aus Aufbauarbeiten und erstem Biergenuss bestand, standen dann auch sogleich die Konzerte von Prinz Pi, Itchy Poopzkid, Casper und weiteren kleineren Bands auf dem Programm, die mir allesamt nichts gesagt haben. Jeweils mit kurzen zwischenzeitlichen Badeeinlagen am örtlichen Badesee unterbrochen. Absolut genial bei +35 Grad. Trotz dem das wir die Show von LGoony verpasst haben, da wir uns gerade Penne Mozzarella reingeklatscht haben, war es noch ein guter Abend für Hip Hop – die wieder mal geniale Show von SSIO war ein würdevoller Abschied für den ersten Festivaltag. Inklusive anschließender Schulterschmerzen #SSIO.

Der zweite Festivaltag, der Samstag, begann mit unsanften Weckrufen eines Spaßvogels, der mit den Rufen: „Guten Morgen, es ist 13 Uhr, Alligatoah spielt gleich“ den halben Zeltplatz unsanft weckte. In Wahrheit war zu diesem Zeitpunkt gerade halb Sechs Uhr Frühs. Was danach folgte, war eine ziemlich lange Zeit, die wir auf dem Zeltplatz verbracht haben.  Denn das Festivalgelände war gesperrt und der Start des Programms wurden Unwetterbedingt weit nach hinten geschoben. Ursprünglich sollte es um 13 Uhr losgehen, nach einem kurzen Gewitter und mehreren Schauern entschieden sich die Veranstalter den Start des Festivals zu unterbrechen und es erst um circa 16.30 wieder anlaufen zu  lassen. Sicherlich keine schlechte Entscheidung, wenn man sich die Abläufe des Hurricane- und Southside-Festivals anschaut. Zwischenzeitlich verbrachten wir die Zeit auf dem Zeltplatz mit ausreichend Bier, Grillwurst und dem Spiel „Wer bin ich?“. Als es dann endlich weiterging, freuten wir uns bei wieder gutem Wetter über Shows von MC Bomber, Estikay, Audio88 & Yassin, Feine Sahne Fischfilet, Alligatoah, Boy, Wanda und Fanta 4.

Zum Festivalausklang Samstagnacht drehten die Elektropunker von Frittenbude nochmal richtig auf und ließen die Crowd ordentlich eskalieren bei mittelstarken Regen, eiskalten Winden und später Uhrzeit. Für mich war es ein ziemlich besonderer Moment, da ich Frittenbude bisher noch nie live gesehen habe und schon jahrelang ein Fan der Band bin.

Der Sonntag bestand aus Zelt einpacken und der Abreise mit anschließendem Stopp/Frühstück beim Burger King. Es tat gut, wieder ein Teil der Zivilisation zu sein. So schön es auch war, nach zwei Tagen auf dem Boden schlafen, umgeben von Spinnen und Ameisen, zu viel Dosenbier und Dosenfutter hat es dann auch wieder gereicht. Aber eines ist schon mal sicher, Kosmonaut Festival 2017 – wir kommen. Aber sowas von!

Diese Dinge haben wir in zwei Tagen gelernt auf dem Festival:

  • Gehst du campen und soll es regnen und stürmen, pack besser deine Heringe für das Zelt mit ein
  • Niemals mit Flip Flops in den Pogo hüpfen, Moshpits müssen in Flip Flops übrigens auch nicht sein
  • Eine große Kühlbox, schon zuhause vorgekühltes Bier, vier bis fünf Kühlakkus und +2kg Crushed Eis kühlen das Bier fast bis zur Abreise
  • Es gab keine Duschen auf dem zweiten Zeltplatz, entweder früh genug kommen für den ersten Platz oder ausreichend Feuchttücher mitbringen
  • Drei Dosen Ravioli reichen vollkommen aus – die anderen fünf darf man gerne zuhause lassen.
  • Man braucht eigentlich kein Essen auf dem Zeltplatz, die Auswahl auf dem Gelände und die Preise für das Essen sind völlig okay, außer für das Bier
  • Vor Abreise prüfen, ob die Luftpumpe auf den Einsatz der Luftmatratze passt
  • Beim Biertrichtern nie das schlucken vergessen
  • Während den einzelnen Shows bleibt das Handy in der Tasche, es macht keinen Spaß, sich die Show von Casper durch drei verschiedene Handydisplays anzuschauen

Kosmonaut Festival 2016 Impressionen:

 

Alle Fotos von Yasemin Ikibas, Yiart.de


Danke Kosmonaut Festival, das wir dabei sein durften. Es war uns eine Ehre!