Vor kurzem durften wir das chinesische Schlachfschiff Huawei P10 ausgiebig testen und in den Rapblokk-Prüfstand schicken. Wer aktuell auf der Suche nach einem smarten Begleiter ist, der sollte dringend weiterlesen.

Seit dem Huawei P9 bin ich ein großer Fan des Huawei Universums. Im letzten Jahr habe ich mir gar das Honor 8 zugelegt, ein Smartphone der Huawei Tochter. Bei Huawei bzw. Honor mag ich, dass man für recht humane Preise super Geräte bekommt, die mit einer top Ausstattung und top Verarbeitung zu glänzen wissen.

Wie schon der Vorgänger und auch das Honor 8, hat mich das P10 bereits beim Auspacken überzeugt. Die klare Verarbeitung mit abgerundeten Kanten, das schicke Gehäuse aus Metall und Glas, sowie die mit einem Relief überzogene Power-Taste (Pluspunkt dafür) an der rechten Seite, der Fingerabdrucksensor unter dem Home-Button auf der Vorderseite, … Hat mich direkt alles innerhalb der ersten paar Minuten komplett überzeugt und macht halt ordentlich was her.

Das Einrichten ging problemlos vonstatten und lies sich schnell erledigen. Huawei-typisch hat man über das vorinstallierte Android 7 die hauseigene Benutzeroberfläche EMUI 5.1 gelegt. Die spendiert dem Androiden ein paar Funktionen, die nativ im Ur-Android nicht verfügbar sind. Der 5,1 Zoll große Full-HD Display stellt sämtliche Anwendungsbereiche knachscharf da, egal ob man jetzt durch die Galerie scrollt, Webseiten betrachtet oder ein grafisch aufwendiges Game spielt. Das Tempo des Geräts reicht übrigens ebenfalls für sämtliche aktuel aufwendige Games, zur Bildbearbeitung und sonstige Anwendungsbereiche locker aus. Bei einem Gerät der Oberklasse ja auch die absolute Voraussetzung.

Den 3200 mAh Akku laden wir in knapp 120 Minuten wieder vollständig auf. Bei einer angemessenen Nutzung kam ich damit locker über einen Arbeitstag. Ebenfalls ein weiterer Pluspunkt hierfür. Pluspunkte ohne Ende für das Gerät!

Da wir ja nicht nur loben sondern auch meckern wollen, noch zwei Punkte die uns nicht so gefallen. Zum einen der von vielen gewünschte Wechselakku. Beim P10 ist der Saftgeber fest im Gehäuse integriert und lässt sich somit nicht wechseln. Außerdem hat das Device keine IP-Zertifizierung und ist somit weder wasserdicht noch spritzwassergeschützt. Zum Vergleich, das aktuelle iPhone und Galaxy 8 besitzen diese Zertifizierung und können zeitweise sogar kurz untertauchen. Zwei Punkte, die wir hier noch anmerken wollen.

Die Leica Dual-Kamera

Wer jetzt dachte, dass ich die Leica Kameras außen vor lassen will, der irrt sich aber gewaltig. Nach dem Motto: „Das beste kommt zum Schluss“ kommen nun meine Eindrücke hierzu.

Neu beim P10 ist, dass alle 3 (!)  Kameras nun von Leica stammen. Sowohl die beiden Dual-Kameras auf der Rückseite, als auch die Selfie-Cam auf der Vorderseite über dem Display. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Traditionshaus hat man so richtig starke Knipsen eingebaut, die vor allem in den Ergebnissen aus dem Profi-Modus mehr als nur überzeugen. Ich bin hin und weg von den Ergebnissen. Bei zwei kleineren Fotowalks durch Stuttgart habe ich wieder echt großen Spaß beim mobilen fotografieren gehabt.

Als Fotograf hat man beim P10 halt echt viele Einstellungen die man vornehmen kann. Es gibt fotografische Presets wie z.B. Nachtaufnahme, Lichtmalerei, Lebensmittel, … Zudem einen starken Porträt-Modus, die Funktion „Große Blende“ (try this!!) und weitere spannende Modi die es zu entdecken gilt.

Die technischen Facts, die die Kamera betreffen entnehmt ihr am besten der offiziellen Webseite (hier). Nun hier im Anschluss noch einige Testfotos, die euch die Stärken der Cam auf der Rückseite demonstrieren sollen.

 

Vielen Dank an Huawei für die Bereitstellung des Testgeräts