Gut, besser, Tapefabrik

Ein paar Eindrücke vom gestrigen Tag auf der Tapefabrik:

Das letzte halbe Jahr war geprägt von so manchen neuen Erkenntnissen und vielen lehrreichen Momenten. Als aktives Mitglied des Orga-Teams des diesjährigen Tapefabrik Festivals musste ich so einiges lernen, was das Festival-Business und Pressearbeit angeht. So einige (fast) schlaflose Nächte, Diskussionen und Entscheidungen waren die Konsequenz daraus.

All das in einer für mich aktuell sehr wichtigen Zeit, die Abschlussprüfungen meiner Ausbildung rücken näher, wichtige private Entscheidungen müssen wohl durchdacht und geplant werden, dann gibt es da noch dieses Rapblokk-Ding das beackert werden muss und halt eben die Tapefabrik, für die man sich abends mal eben zwei, drei (oder oft auch viel mehr) Stunden hingesetzt hat, um da alles menschenmögliche zu reißen, dass man sich als Teil der Crew zählen kann, die im März 2017 dafür verantwortlich ist, ein Stück urbane Hip Hop Kultur zu retten.

Jetzt, ein Abend nach dem großen Tag, wo ich total zerstört auf der Couch liege (Bürojob sei Dank – lange auf den Beinen sein nicht mehr gewöhnt) bin ich mehr als zufrieden. Scheint so, als ob wir vieles richtig gemacht haben. Ausverkauftes Haus gestern in Wiesbaden, tolle Medien-Resonanz bis jetzt (Social Media wie Web) und einige Deutschrap-History-trächtige Momente auf unseren drei Bühnen erlebt (Dltlly-Battle Nedal Nib vs. Pilz, Tapefabrik Revival, das geilste Beatmaker-Line-Up von ganz Rapdeutschland, …). Die nächsten Tage werden sicherlich zeigen, ob das was wir versucht haben zu erreichen ausgereicht hat, um die Tapefabrik wieder langfristig auf der Festivallandkarte zu platzieren und als gestandenes Festival zu reanimieren. Der gestrige Tag war ein gelungener Anfang.

Es ist wie der bekannte Phönix aus der Asche. Die Tapefabrik ist zurück, warnt eure Mütter und Schwestern. Gestern, das war (hoffentlich) erst der (neue) Anfang!


Leute was soll ich euch denn noch erzählen, als Medienpartner unterstütze ich das Tapefabrik Festival seit Jahren mit diesem Stück Internet-Spielplatz. Langjährige Mitleser und Partner wissen das. Es war und ist mir immer eine große Ehre ein Mal im Jahr die Reise ins nicht ganz so weit entfernte Wiesbaden anzutreten. Nach all den Jahren ist dieses Festival immer noch so geil, wie damals 2012 – als ich bei der dritten Ausgabe zum ersten Mal mit dabei war. In diesem Jahr danke ich einfach mal mir selbst, dass ich wieder als Medienpartner mit dabei sein durfte um den gestrigen Spaß mit aller Kraft und Möglichkeit wohlwollend zu supporten. Es war mir eine Ehre.

Zu meiner großen Freude konnte ich auch Abseits des ganzen Trubels den Abend dazu nutzen, mich mit mehr als nur interessanten Menschen zu connecten (sagt man doch heute so – neudeutsch). Shoutouts an dieser Stelle an meinen besten Freund YeLm (watch out – crazy video content incoming), Peter von den Blogrebellen (immer wieder schön Kollegen aus dem Blogger-Biz zu treffen), an Skinny (#TeamSkinny), an Alex von Rap.de, Falk Schacht – den Hip Hop Onkel, an das verrückte kleine Mädchen, dass so unglaublich sympatisch war und die ganze Zeit Bier rumgereicht hat, an Slize, Mighty Marcsen, Geronimo MC, Morlockk Dilemma & Hiob & Pierre Sonality für den verrücktesten Versuch eines Videointerviews weitaus besser als das epische Interview. Shoutouts an all die Menschen, die ich an dieser Stelle vergessen hab und die ich in irgendeiner Weise gestern getroffen habe oder mit ihnen zu tun hatte. War großartig, Realtalk!


Zum guter letzt noch ein paar Worte aus der Fan-Sicht, um die Dreierkette zu vervollständigen. Zum gefühlt drölften Mal war ich als Gast beim Tapefabrik Festival in Wiesbaden. Hip Hop wird hier definitiv groß geschrieben und ist definitiv anwesend in diesem Haus called Schlachthof (#Marz-Voice). Es ist dieses lang verlorengegangene Jam-Gefühl, dass man hier als Gast jederzeit förmlich einatmen kann. Der Hip Hop Gedanke lebt hier. Aber richtig. Friedlich Fans aller Couleur, Hopper, Fashion-Chicks, Rastas, Punker, Mütter (!), Junggebliebene. Sie alle kamen zusammen um gemeinsam den über vierzig Acts zu lauschen und um einen guten Abend zu haben. Eigentlich konnte der Abend auch gar nicht schlecht werden, bei all dem süßlichen Duft in der Luft ;-).

Die Tapefabrik bezeichnet sich in den Pressetexten gerne als das „Klassentreffen“ des deutschen Raps. Dass das absolut nicht aus der Luft gegriffen ist, beweist schon der Fakt, dass sich hier die Szene trifft. Künstler treffen auf Szene-Menschen treffen auf Journalisten treffen auf Blogger treffen auf urbane Influencer treffen auf Writer und so weiter. Dieser friedvolle Vibe der jedes Jahr im Publikum vorherrscht, unvergleichbar mit anderen Events, wie zum Beispiel dem Hip Hop Open oder anderen Szene-Events.

Was jedoch ein klein wenig gestört hat, wie auch schon all die Jahre zuvor ist die räumliche Komponente. Die Tapefabik ist ein klassische Indoor-Event das sich über das komplette Gelände des Schlachthofs in Wiesbaden erstreckt. Irgendwann sind halt Ausmaße erreicht, bei denen nichts mehr geht. Das führt dann leider unweigerlich zu unschönen Wartezeiten an den Nebenbühnen und den verschiedenen Ständen wie unter anderem dem Plattenstand von HHV, den Bars oder den Essensständen (hier gerne auch mehr im nächsten Jahr).

Wie dem auch sei, es war ein absolut geiler Abend. Egal ob als Teammitglied, Medienpartner oder als Fan. In allen Positionen habe ic den gestrigen Abend absolut in mich aufgezogen und hart gefeiert. Jetzt werde ich aber erst mal schlafen gehen. Nach über 30 Stunden, die ich von Samstag auf Sonntag wach war, dem Bühnenabbau der Mainstage und knapp dreieinhalb Stunden Schlaf bin ich absolut fertig und reif für mein Bett.

Shoutouts an alle. Bald gibt es Bewegtbild, stay tuned! Hier abschließend noch ein paar der wenigen Bilder, die ich gestern Abend geschossen habe. Die Videos, die ich oben eingebundden habe, stammen von Blogrebellen Peter, liebe Grüße!

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