Für viele, darunter auch viele meiner Freunde war der Einstieg in die Handy-Welt ein Handy des französischen Herstellers Alcatel. Die Firma verschwand dann irgendwann von der Bildfläche und wurde 2005 vom chinesischen Hersteller TCL gekauft, beziehungsweise die Markenrechte am Namen. So firmiert TCL mit der eigenen Handysparte seitdem unter dem Namen Alcatel.

Unter diesem neuen Namen bauen die Chinesen seitdem absolut wertige und vielseitig einsetzbare Smartphones der gehobenen Mittelklasse. Im Sommer des letzten Jahres hatte ich beispielsweise das Alcatel Pop 4S zum Testen da (LINK), was mich definitiv überzeugt hatte.

Nun hatte ich jedoch fast die kompletten letzten vier Wochen das Vergnügen und konnte das Alcatel IDOL 4 testen. Ausgehend von meiner Anfrage wollte ich vor allem die soundspezifischen Features des Geräts testen, vor allem den meiner Meinung nach innovativsten Musikplayer aller Smartphone Hersteller weltweit und den grandiosen Stereo-Sound mit perfektem Equalizer. Kleiner netter Hinweis am Rande, dass IDOL 4 wird in einer etwas anderen Verpackung zu euch geliefert. Von Werk aus ist das Handy in einer Virtual Reality Brille verpackt, die euch Alcatel spendiert. Zudem legt Alcatel ab Werk direkt eine Schutzhülle für die Rückseite und Schutzfolien für das Display bei. Großes Kino, wow!

Der etwas andere Musikplayer

Mit Onetouch Music verpasst TCL dem IDOL 4 die innovativste mobile Jukebox die ich jemals in einem Smartphone gesehen habe. Die Anwendung Onetouch Music ist ein All-In-One System, das herausragend stromsparend arbeitet, es erlaubt dir deine Lieblingssongs manuell oder automatisiert zu einem Mixtape zu verarbeiten (unten mehr dazu) und es gibt einen direkten Zugriff auf den Shazam-Verlauf und auf Playlists des Streaminganbieters Deezer (soweit Benutzerkonto vorhanden).

Stereo-Sound und Mixtapes die jede Party zum Kochen bringen

Das IDOL 4 überzeugt audiophile Nutzer (wie ich es einer bin) mit glasklarem Stereosound, der am oberen und unteren Ende des Geräts kräftig aus den Boxen scheppert. Mit den mitgelieferten JBL Kopfhörern (erneut großes Kino!) klingt der Sound auch hier tadellos. Die setzen sich deutlich von den üblichen Standardhörern ab, die es sonst so als Beilage zu Smartphones gibt.

Weiter oben hab ich das Mixtape erstellen erwähnt. Mit dem IDOL 4 habt ihr von Haus aus die Möglichkeit, atemberaubende Mixe zu erstellen und diese auch gleichzeitig aufzunehmen. Theoretisch habt ihr auch die Möglichkeit mit den richtigen Apps, die ihr auf dem Gerät installiert euer Mixtape direkt bei Soundcloud oder ähnlichen Anbietern zu veröffentlichen. Geil oder? Euer eigenes Mixtape könnt ihr mit zwei digitalen Jogwheels und dem Crossfader und teilweise witzigen Effekten sehr persönlich gestalten.

Ihr habt zudem die Möglichkeit (leider nur) ein Sample aufzunehmen, dass ihr dann immer wieder in die Songs integrieren könnt. Falls ihr vor einer Party eine Playlist erstellt und mal was neues vorhabt, legt euch doch mal testweise einen Zugang bei Deezer an (erster Monat gratis) und sucht euch da eine Playlist aus – ihr habt dann die Möglichkeit, dass das Handy automatisch für Übergänge sorgt und ihr das Handy nur noch an eine Anlage anschließen müsst. Wahlweise könnt ihr aber auch eure auf dem Handy gespeicherte Musik nach den BPM Zahlen analysieren lassen und dann danach ein Mixtape automatisch generieren lassen. Klappt prima!

Fazit

Wie ihr schon an der Schreibe merken könnt, bin ich ziemlich begeistert vom Alcatel IDOL 4. Auch abseits des Musikplayers weiß das Handy auch zu überzeugen. Boom-Button (Google mal danach), VR-Brille, tolle Verarbeitung, spannenden Kamera-Features, mitgelieferte Hülle und Displayfolien. Top! Wenn Alcatel in einem (hoffentlich) noch folgenden Update die Sample-Funktion erweitern würde, dass man mehr als ein persönliches Sample speichern kann und zum Beispiel auch Spotify integrieren kann, dann ist auch der Musikplayer absolut top. Falls ihr also ein Smartphone sucht, dass mit Multimedia-Features glänzt, keine Drei- bis Siebenhundert Euro kostet und durchaus innovative Ideen aufweist, dann kauft euch das Ding!

Wer bis hierhin ausgehalten hat, darf sich in den kommenden Tagen über eine kleine Überraschung und ein exklusives Rapblokk-Mixtape freuen. Bleibt dran, damit ihr es nicht verpasst!

Für diesen Testbericht erhielten wir für vier Wochen ein Testgerät von Alcatel